Dienstag, 22. Mai 2018
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Was Haarwuchsmittel wirklich bewirkt

Die Zahl der Männer, die unter Haarausfall leiden, nimmt stetig zu, was im Einzelfall gravierende Auswirkungen auf Lebensqualität und Selbstbewusstsein haben kann. Denn nicht zuletzt verbindet man mit gesundem und vollem Haar auch Gesundheit, Vitalität und Attraktivität.

Über die genauen Ursachen von Haarausfall gibt es unterschiedliche Ansichten. In einigen Fällen sind die Gene verantwortlich für das vorzeitige Entstehen kahler Stellen am Kopf. Bei Männern entsteht Haarausfall oftmals in Verbindung mit Dihydrotestosteron, welches die Haarwurzeln verkümmern lässt und zu einer Verkürzung der Wachstumsphase der Haare führt. In diesem Fall kann die Einnahme von verschreibungspflichtigen enzymhemmenden Mitteln dafür sorgen, dass die für die DHT-Bildung verantwortlichen Enzyme reduziert werden.

Eine weitere Ursache von Haarausfall kann in einer Überreaktion des Immunsystems liegen. Sollte es zu einer ungewöhnlich häufigen Teilung der Haarzellen kommen, kann dies zu einer Fehleinschätzung durch das Immunsystem führen, welches die Zellen als Fremdkörper einstuft und entsprechend angreift. Diese Fälle sind jedoch nicht sehr dramatisch, da es sich nur um kurzweiligen Haarausfall handelt und das Haar hier nach einer gewissen Zeit wieder nachwächst.

Unbedingt vermeiden sollte man jegliche Form von Stress, denn dieser zählt zu einem der Hauptverursacher für die unerwünschten lichten Stellen am Kopf. Bei übermäßiger körperlicher und/oder seelischer Belastung sowie zu geringem Ausgleich in Form von Ruhe- und Entspannungsphasen kommt es zu einer Unterversorgung der Haarwurzeln mit den notwendigen Nährstoffen. Zudem werden Stoffe freigesetzt, welche zu einer Verzögerung des Haarwachstums führen. Man sollte diesen auslösenden Faktoren auf natürliche Weise entgegenwirken, indem man Entspannungstechniken erlernt und sich gesund und natürlich ernährt, um dem Körper regelmäßig die auch für den Haarwuchs notwendigen Vitamine und Mineralstoffe zuzuführen.

In diesem Zusammenhang ist von Extremdiäten und radikalen Hungerkuren abzuraten, welche den Körper nicht nur in zumeist relativ kurzer Zeit übermäßig belasten, sondern ihm zudem wichtige Vitalstoffe entziehen oder vorenthalten.
Haarausfall kann auch eine Folgeerscheinung von Medikamentenmissbrauch sein. Entsprechend sollte man vor der Einnahme von Arzneimitteln unbedingt genau den Nutzen und die möglichen negativen Folgen für sich abwägen und im Zweifelsfall darauf verzichten.
Doch was kann man neben all diesen eher präventiven und natürlichen Maßnahmen tun, wenn der Haarausfall bereits ein ernstzunehmendes Stadium erreicht hat? Schließlich werden auf dem Markt unzählige Mittel angeboten, die angeblich das Haarwachstum fördern. Die Palette reicht hier von Salben und Tinkturen bis hin zu Kapseln und Tabletten.

Doch wie wirkungsvoll sind diese wirklich und welche Stoffe tragen nachweislich zu erneutem Haarwuchs bei?

Bei einem Großteil der Produkte, welche Haarausfall kurieren und Haarwuchs anregen sollen, konnten bis dato noch keine tatsächlichen Erfolge verzeichnet werden.
Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen jedoch, dass erblich bedingter Haarausfall durch die Wirkstoffe Alfatradiol sowie Finasterid gelindert oder gar geheilt werden kann, da sie die Bildung des bereits erwähnten Testosteron-Abbauprodukts Dihydrotestosteron verhindern. Auch bei Minoxidil handelt es sich um einen Wirkstoff, welcher Haarausfall mindert, indem er für die Durchblutung der Kopfhaut sorgt, und bei mehrmonatiger Anwendung das Nachwachsen neuen Haares fördert. Wer lieber zu Mitteln aus der Natur greifen möchte, der erreicht beispielsweise durch die Verwendung von Teebaumöl, Brennnessel-und/oder Birkenblattextrakten einen ähnlichen Effekt. Massiert man diese täglich vorsichtig in die Kopfhaut ein, so werden Durchblutung und Haarwachstum angeregt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wirkung von Haarwuchsmitteln je nach Krankheitsverursacher individuell unterschiedlich ist, man sie jedoch durch eine gesunde Lebensweise, welche sich aus einer natürlichen ausgewogenen Ernährung, regelmäßiger sportlicher Betätigung sowie ausreichend Ruhe-und Schlafphasen zusammensetzt, maßgeblich unterstützen kann.

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